Grundbedingungen des Einradfahrens und –lernens
Einradfahren ist einständiger Balancevorgang. So wie es leichter ist, einen graden Stiel zu balancieren, ist es auch beim Einradfahren.
Die Sattelstange setzt sich in der Wirbelsäule des Einradfahrers fort.
Das Gehirn sollte beim Anfänger Zeit bekommen, mit entspannter Muskulatur die Situation auf dem Einrad kennen zu lernen, zu errechnen und schließlich chemisch zu speichern. Es benötigt dafür nach Erfahrungen rund zwanzig Minuten. Man lernt auch anders das Gleichgewicht zu halten, dann besteht aber die Gefahr, dass man die dabei angstbedingte Muskelverspannung hinzulernt.
Und Einradfahren funktioniert immer nur optimal bei entspannter elastischer Muskulatur. Das gilt selbst beim Bergauffahren und bei kraftaufwendigen Tricks.
Drei Grundregeln sind unbedingt zu beachten:
Ein zügiges Vorwärtsfahren erleichtert die Balance. Die Massenträgheit des Körpers verhindert dann das Abkippen nach recht und links.
Nur soviel Kraft einsetzen, wie für den Trick erforderlich ist. Jedes Zuviel an Kraft muss wieder aufgefangen werden und nimmt zumindest dem Fahren die Eleganz. Einige Tricks gelingen dann nur schlecht.
Kraft fließen lassen und bei der Abfolge von Tricks für den jeweils nächsten mit einsetzten.
Kraft bei Hüpf- und Sprungübungen im Körper speichern und bei Bedarf wieder freigeben.
