Einstellungen des Einrads, Kleidung und Körperhaltung
Die Pedalen werden mit den Fußspitzen getreten. Die Schwingfähigkeit des Fußgewölbes ist notwendig, um rund treten zu können und die Wadenmuskeln zu entlasten. Einige Tricks, bei denen es auf das Speichern von Energie ankommt, würden sonst auch nicht zufrieden stellend gelingen.
Es gibt nur eine Möglichkeit, die richtige Sattelhöhe zu ermitteln, nämlich den Einradfahrer auf das Gerät zu setzen. Das Bein muss noch ein wenig eingeknickt sein.
Bitte darauf achten, von Anfang an gepolsterte Radlerhosen zu tragen. Im Schritt verlaufen viele Adern und Nerven, die es, nicht nur speziell beim Mann, nicht mögen, auf Dauer gepresst und abgedrückt zu werden. In diesem Zusammenhang auch nicht am Preis für den ergonomischen Sattel sparen. Bei einem zu weichen oder einem zu harten ist die Belastung für das Gesäß gleich „schmerzhaft“ zu spüren.
Das richtige Pedal ist Sicherheitsfaktor Nummer eins. Die Pedale sollten mit ihren Noppen den Schuh auch dann noch halten, wenn bei Fahrten draußen die Schuhsohlen einmal nass wurden. Solche geeigneten Pedale sind preiswert im Fahrradhandel zu bekommen. Eine Bemerkung noch zu den Schuhen. Sie sollten eine möglichst dünne Sohle haben, damit der Sportler das Pedal noch „fühlt“ bzw. „im Griff hat“
Abgesehen von einigen Spezialtricks benötigt man für das Einradfahren einen stark aufgepumpten Reifen. Das normale 20-Zoll Halleneinrad sollte helle Reifen haben. Gutes Einradfahren lernt man in der Halle. In einigen sind aber nur helle zugelassen. Mit hellen Reifen kann man durchaus auch draußen fahren. Man muss sie nur eben vor der Hallennutzung wieder reinigen.
Pflicht für jeden, der außerhalb der Halle fährt, ist es, Knieschoner und Radlerhandschuhe zu tragen. Wenn man fällt, fängt man sich in der Regel reflexartig mit den Händen ab und streift zum Schluss mit den Knien am Boden.
Eine kurze Anmerkung in diesem Zusammenhang zum Unfallrisiko und dem Helmtragen. Der Einradfahrer befindet sich in Fußbankhöhe mit den Füßen über dem Boden. Die Fahrgeschwindigkeit in der Halle und draußen beim Einradwandern ist mit rund 12km/h nicht sehr hoch. Das Einrad fällt zudem physikalisch, im Gegensatz zum Inliner, langsam. Hier beim richtigen Heruntergehen von der Giraffe wird das deutlich. Helme müssen bei Straßenrennen und können ansonsten natürlich getragen werden.
Bevor man mit dem Einradfahren beginnt, ist es hilfreich, sich bewusst zu machen,
beim Normalfahren bewegt sich der Oberkörper kaum,
- die Arme liegen entspannt am Körper,
- die Balancehaltung der Arme nur einbringen, wenn es der Körper einfordert oder wenn Parade gefahren werden soll,
- die Arme pendeln bei der Normalfahrt nicht,
sie sind jedoch bei verschiedenen Tricks unverzichtbare Schwungkörper, die es z. Beispiel auch ermöglichen, den Impuls der Vorwärtsfahrt ohne großen Schwungverlust in die Rückwärtsfahrt zu bringen.
Das Einrad ist physikalisch über mehr als ein bis zwei Meter nur mit gerader oder nach hinten gestellter Sattelstange zu fahren und zu lenken. Die gerade Stange entspricht der Fahrt auf ebener Fläche, die nach hinten gestellte einer mehr oder weniger starken Steigung.
Jedes Vorschieben des Beckens kippt die Stange nach vorne und den Fahrer schließlich vom Rad. Also bitte bei allen Tricks beachten: ein Hohlkreuz bilden hat nichts mit geradem Sitzen zu tun, sondern behindert grundsätzlich das Fahren.
